Dienstag, 21. März 2017

Sie doktern noch...

... Und ich kämpfe. Meine reguläre Zeit in der Ergo ist eigentlich abgelaufen, aber ich bin immer noch nicht fit genug, um den nächsten Schritt zu machen.

Das Zopiclon ist zur Dauergabe geworden und soll bald ersetzt werden, da es abhängig macht. Das Reha-Team will wissen, wann ich endlich regulär einsetzbar bin. Gleichzeitig solle ich mir nicht so viel Druck machen.

Ich fühl mich müde und abgekämpft, versuche die lichten Augenblicke zu sehen und die "Schmerzen" in meinem Inneren zu ignorieren, "wegschieben" soll ich es nicht, aber auch nicht in meinem "Loch" verweilen.

Eine Gratwanderung sei es.
Ich muss die richtigen "Stellschrauben" finden und sie regulieren lernen. So, dass ich einen kraftsparenden Mittelweg aus Zuviel und Zuwenig finde.

Ich wusste ja, dass es kein Spaziergang wird, aber etwas leichter hätte es schon sein dürfen.

Dienstag, 14. März 2017

Wetterfee

"Hast du die Sonne mitgebracht?"

"Wenn überhaupt, bringe ich Gewitterwolken. Kennst doch meine Laune."

Sonntag, 12. März 2017

Gemeinschaftsküche

Sonntagvormittag. Alle schon ausgeflogen.
Ich erliege meinen Putzzwängen, spüle liegen gebliebenes Geschirr ab, putze die Kaffeemaschine und kehre die Krümel auf.

16 Uhr. Betrete die Küche, trete auf Kuchenkrümel, die Spüle steht wieder voll und die Kaffeemaschine steht in einer unappetitlichen braunen Pfütze.

Ruhig bleiben. Durchatmen.

Samstag, 11. März 2017

Kaffee-Katastrophe

"Ich komm gleich... Nur schnell noch einen Kaffee."

Die Pads sind alle. Neiiiin...

"Keine Pads mehr?"

"Nein... Geh weg... Schneeweiß schlechte Laune."

Gelächter.


Muss schnell zu R..., Kaffee kaufen. Himmelsapperlott....

Geht da was?

Wir rätseln, ob unser Autist sein Herz an Bl. verloren hat, weil man die beiden ständig zusammen sieht.

"Ihr könntet morgen zusammen kochen", meint N.

Er schüttelt den Kopf.

"Oder zusammen baden... mit Quietscheentchen."

Ihn schüttelt es. "Nein!", motzt er.

"Mit Kerzenschein?"

"Neiiin."

"Magst du nicht mal klopfen? Fehlt sie dir nicht?"

N. will es wissen.

"Bloß nicht."

Okay.

Ruhe bitte... Geht einfach

"Was hat Sie denn jetzt so aufgeregt?"

"Ich glaube, dass die beim Kochen hinter mir gesessen haben... Ich glaube, die meinten es gut [Anmerkung: Haben bei mir sitzen wollen], aber das Geplapper die ganze Zeit..."

Allein die Anwesenheit.

"Sie dürfen Sie ruhig raus schicken."

"Ich hab' Angst, den Anschluss zu verlieren."

Sie nickt.

Das Hin und Her aus Abstand haben wollen und nicht alleine sein können.

Bekomme meine Tavor. Mein Arm ist blutig gekratzt.

Hoffe jetzt ist bald Ruhe.

"... Sag, warum bin ich so allein?" ... (Faun)